Esther Barth, Christian Nisslmüller
Rückkehr nach Reims
Foto:FT
Pressestimmen "Rückkehr nach Reims"
" ... eine bemerkenswerte Aufführung am Puls der Zeit.""

"Christian Nisslmüller überzeugt in einer emotional gespielten Rolle des Sohnes Didier. Ihm gelingt es, die Widersprüchlichkeiten zwischen einem klar sezierendem Intellekt und der tief verankerten emotionalen Bindung mit allen Zwischentönen fühlbar zu vermitteln."

"Nicht weniger präsent die Rolle der mit Naivität und ungebrochenem Selbstbewusstsein behafteten Mutter, eindrücklich verkörpert von der Gast-Schauspielerin Esther Barth"

"Neben den ausgefeilten, doch sehr natürlich wirkenden Dialogen, trägt eine sorgfältige Auswahl von Musikstücken zu Atmosphäre und Zeitbewusstsein bei."

Stefanie Oeding, Flensburger Tageblatt 12.10.2019
Flensburger Tagblatt, 12.10.2019
Rückkehr nach Reims
nach dem gleichnamigen Roman von Didier Eribon
aus dem Französischen von Tobias Haberkorn in einer Bühnenfassung von Gabriele Schelle

Schauspiel Esther Barth, Christian Nisslmüller
Regie Gabriele Schelle Visual concept Tom Waldek

Mit französischen Untertiteln

Zum erstenmal seit Jahrzehnten besucht Eribon seine Mutter. Inmitten alter Fotos stellen sich beide dem Prozess der Rückkehr. Aber Rückkehr wohin? Sie ringen mit der Zerrissenheit des Aufbruchs, des Wiederkehrens, des Abschieds, der sozialen Scham und der sozialen Gewalt, um zu erkennen, dass ein Individuum immer mehreren Gruppen - also auch verschiedenen Auffassungen, was normal ist - angehört.

Gesellschaftliche Gruppen scheinen immer mehr auseinanderzudriften. Wo verorten wir uns? Welcher Gemeinschaft gehören wir an? Wem fühlen wir uns zugehörig? Wie reagieren wir auf die scheinbar unlösbaren Konflikte, die an den Bruchstellen aufblühen? „Rückkehr nach Reims“ untersucht die Frage, warum eine traditionell kommunistisch wählende Arbeiterschaft, von der bürgerlichen Linken vergessen und nunmehr ohne Repräsentation, sich dem Front National zuwendet.

Do, 10.Oktober 2019 Premiere
Fr, 11.10.
Sa, 12.10.
Do, 17.10.
Fr, 18.10.
Sa, 19.10.

jeweils 20:00

Spielort: Theaterwerkstatt Pilkentafel Pilkentafel 2, 24937 Flensburg

TICKETS VVK >>>
info@theater-factory.de
T. +49 171 4747 175
Christian Nisslmüller, Thomas Jacob Clausen, Charity Laufer, Anne Reumert (v.l.) Foto: matzen.de
Dänemark gegen Hollywood
FACTORY Theater mit Jenseits von Afrika - Min afrikanske Farm im Kreuzstall auf Gottorf
VON THOMAS RICHTER
SCHLESWIG.

.... Dem Kern der Geschichte um die Dänin Karen Blixen, die sich vor über 100 Jahren auf einer Kaffeeplantage in Afrika niederließ, allerdings kommt die Inszenierung des Factory Theaters, die am Wochenende unter dem Titel Jenseits von Afrika – Min afrikanske Farm im Kreuzstall in Schloss Gottorf Premiere hatte, wohl wesentlich näher...

... Die durchdachte Nüchternheit, mit der Regisseurin Gaby Schelle und Dramaturg Andrè Becker den weltberühmten Stoff bearbeiteten, und ganz bewusst als künstlerische Antithese zum Hollywood-Kassenschlager anlegten, ist frappierend. ...

... Der Tradition des Factory Theaters verpflichtet, kommt die Produktion ohne Requisiten, nur mit ein paar Stühlen und großartigen Schauspielern aus, und setzt der Breitwand-Ästhetik Hollywoods damit ganz bewusst eine europäische (dänische) Sichtweise entgegen...


... Diese Perspektive, der Eurozentrismus, den nicht nur die Inszenierung, sondern auch das Programmheft eingehend beleuchtet, bildet das Rückgrat des Abends. So erscheinen sämtliche Dialoge per Video-Stream auf einer Leinwand in dänischer Sprache. Damit ist klar, Karen Blixen ist eine Europäerin, die in einem fremden Afrika ihr Glück suchte und nicht fand...

... Und dessen Umsetzung funktioniert auf der großen Leinwand ebenso wie auf der nackten Bühne in Schloss Gottorf. Ein großer Stoff eben...

2 Weitere Vorstellungen: Schloss Gottorf, Kreuzstall, Fr. 2. 9., 19.30 Uhr; Sa. 3. 9., 19.30 Uhr; So. 4. 9., 18 Uhr. Weitere Termine (auch in Dänemark) und Infos: www.theater-factory.de

Kieler Nachrichten 30.08.2016
VON ANGELA JENSEN
SCHLESWIG

... fantastisches Kopfkino!

Die Zuschauer honorieren die eindrucksvollen Leistungen der vier Schauspieler mit lang anhaltendem Applaus.

Kulturfokus 29.08.2016
Premiere Schloss Gottorf / Kreuzstall Anne Reumert, Charity Laufer, Christian Nisslmüller, Thomas Jacob Clausen (v.l.)
Foto: Riediger
Blog Kulturfokus
HOMMAGE AN KAREN BLIXEN

Gelungene Premiere des deutsch-dänischen Theaterstücks

Es ist einer der wärmsten Tage des Sommers. Die schick gekleideten Gäste machen sich auf den Weg zum Kreuzstall auf Schloss Gottorf. Rechts und links im Raum große, bunte, moderne Gemälde, in der Mitte Stuhlreihen fürs Publikum. Über die ebenerdige Bühne geht's zum Sitzplatz. Erwartungsvolles Tuscheln, noch ein letztes Selfie, ein Post, Handy auf lautlos. Stille legt sich über den Raum. Man könnte eine Stecknadel fallen hören….

Dann ein fast militärisch anmutender Einmarsch der vier Schauspieler. Ihr Gleichschritt auf den Terrakottafliesen dröhnt laut. Sie stellen sich auf. In einer Reihe stehen sie wie Zinnsoldaten und das Spiel beginnt. Aug in Aug mit den Zuschauern, Distanz unerwünscht. Bühne, Publikum, Schauspiel verschmelzen in einer Szenerie. Bühnenbild: Leinwand für die Untertitel in der jeweils anderen Sprache, ein Tisch – das war’s. Die Scheinwerfer setzen die Schauspieler in Szene, Spots sind auf Verfolgung eingestellt.

Das Stück

Fahra (Charity Laufer) führt durch das Stück, fordert mit ihren bohrenden Fragen heraus und bringt Karen Blixen (Anne Reumert) so manches Mal ins Grübeln. "Gott ist groß" ruft Farah das eine und andere Mal, wenn die Katastrophe, die Trockenheit, die Missernte und der Tod sich anbahnen. Schafft Karen Blixen es wirklich, ein so dickes und festes Buch wie die „Odyssee“ von Homer zu schreiben? Farah bezweifelt es. Darum geht es in dem Stück, aber auch um Karens Ehe-Arrangement mit dem Baron Blixen, großartig gespielt von Thomas Jacob Clausen, und ihrer Liebe zu „Denys“ Finch Hatton (Christian Nisslmüller), die zu keinem Happy End führt.

Karen und der Baron liefern sich auf der Bühne Wortgefechte auf Deutsch und Dänisch und geben dem Stück damit eine ganz besondere Form der Intensität. Denys ist Realist, klärt Karen über die Lebenswirklichkeit vor Ort auf und beschreibt den Tummelplatz Afrika für Abenteurer, Spieler, Großwildjäger und Träumer ziemlich authentisch. Wie exzentrisch ist es, Mozart auf Safari zu hören und das Dasein auf der Farm mit einem Champagnerrausch zu vergleichen? Die aufregendste Szene des gesamten Stücks ist mit Abstand die Löwenjagd - gerade wegen des minimalistischen Aufbaus der Gesamtszenerie entsteht für den Zuschauer hier fantastisches Kopfkino.

Die Reaktionen

Die Zuschauer honorieren die eindrucksvollen Leistungen der vier Schauspieler mit lang anhaltendem Applaus. Zwei Damen halten das Theaterstück sogar gelungener als den Hollywoodfilm. Durch die dänischen Texte - sagen sie – sei viel deutlicher geworden, dass Karen Blixen ja Dänin gewesen sei. Und auch Nikolaj Mineka (Leiter des Partnertheaters Teatret Møllen) ist begeistert: "Den er landet fin - forestillingen, den giver mening. En fin blanding af stilisme. Den tager fint fat på hele Karen Blixen historien og romanen. Fra et kunstnerisk perspektiv er det fantastisk at se, hvordan de to sprog mødes. Jeg synes virkelig det kan noget og det som man kunne have frygtet var, hvis det bare havde været eksperimentet med en smule tysk og dansk, men det komplementerer hinanden enormt fint og i de scener, hvor det skifter mellem tysk og dansk, fungerer det rigtig godt og det er helt sikkert noget jeg tænker man burde arbejde videre med. Her får man virkelig samlet publikum på tværs af pas – det er lykket rigtig, rigtig godt. "

Die Schauspieler mischen sich nach der gelungenen Premiere unters Publikum. Anne Reumert beschreibt ihre Gedanken zum Premierenabend: ”Det var vidunderligt at have så mange mennesker i rummet. Det er helt nyt at mærke rekationer af publikum. Det bliver fantastisk fremover at mærke, hvor skal der være pauser, hvor skal publikum få mulighed til at ånde lidt. Jeg kan vildt godt lide at have publikum så tæt på – det bliver så intimt på den måde og der er stor nærvær.”

Charity Laufer war ganz besonders vom Publikum begeistert: ”Ich war ungewöhnlich stark aufgeregt, da ich das erste Mal so weit oben im Norden gespielt habe. Das Stück hat sich gut angefühlt, es hat sich selbstverständlich angefühlt. Man war vertieft und wir haben die Zuschauer mitreißen können. Die waren so gespannt und haben manchmal glatt vergessen, auch mitlachen zu können. Gerade weil wir so nah dran waren, haben wir mehr von den Reaktionen mit bekommen. Das Publikum hing uns an den Lippen – sie wollten nichts verpassen. Und auch die ganz stillen Momente konnten wir gemeinsam erleben.”

Für Thomas Jacob Clausen war das Spielen auf Deutsch eine Herausforderung: ”Man er altid lidt anspændt og men er endnu mere nervøs, når man spiller i et sprog, der ikke er ens modersmål. Så jeg var nok lidt mere spændt end jeg plejer at være. Det var en dejlig aften og en fin forestilling vi spillede.”

Gaby Schelle (Text und Regie, Factory Theater): ”Ich bin sehr froh. Die Premiere ist gelungen. Ich freue mich sehr, dass der Prozess mit den dänischen und deutschen Schauspielern so geklappt hat. Und auch das Thema Illusion trifft auf Wirklichkeit in Afrika. Auch das alles mit dem Heute zu verbinden, hat funktioniert. Es war harmonisch im Ganzen und durfte hier und da auch mal lustig sein.
Thomas Jacob Clausen, Christian Nisslmüller, Anne Reumert Charity Laufer (v.l.) © photomatzen.de
Jenseits von Afrika- Min afrikanske Farm
von Karen Blixen
eine szenische Installation

In Kooperation mit dem Schleswig-holsteinischen Landestheater und dem Teatret Møllen/DK

Text und Regie Gaby Schelle Dramaturgie André Becker
Kostüm Simone Fröhlich Übersetzung Ralph Marquardt
Produktionsleitung Christian Nisslmüller Technik Joanna Ossolinska
Schauspiel Thomas Jacob Clausen, Charity Laufer,
Christian Nisslmüller, Anne Reumert

M`boghati/Kenia 1914 lässt sich Karen Blixen in Britisch-Ostafrika nieder. Sie betreibt eine Kaffeeplantage, heiratet Bror von Blixen Finecke, der sich zum skrupellosen Großwildjäger entwickelt, lebt ihre große Liebe mit dem Monomanen Denys Finch Hatton, bis der mit dem Flugzeug tödlich verunglückt, und findet in Farah Aden einen Vertrauten – eine Art Alter Ego, das ihr Afrika näher bringt. 17 Jahre lebt sie in Afrika, verfällt der Faszination dieses fremden Kontinents, bewundert die Massai, Kikuyu, Somali und kann doch ihren touristischen Blick nie ganz aufgeben. 1931 muss Karen Blixen die finanziell ruinierte Farm aufgeben und kehrt mit nichts als Erinnerungen nach Dänemark heim. Aus diesen Erinnerungen schafft sie 1937 ihr berühmtes Buch.

In Jenseits von Afrika – Min afrikanske Farm nähern sich vier SchauspielerInnen mit dänischen, deutschen und ghanaischen Wurzeln diesem Buch, diesen Erinnerungen und denken mit Karen Blixen über Afrika, Identität, Wahrheit, Gott, Freiheit, Fremd- und Vertrautsein nach. In der Reflektion „Ich hatte eine Farm in Afrika am Fuße der Ngong-Berge“ findet eine Auseinandersetzung auf der Grenze zwischen Wirklichkeit und unserem Bild von Wirklichkeit statt. Realität und Romantik treffen aufeinander und machen eine Ambivalenz und Verwirrung spürbar, die Europa noch heute empfindet – denn von hier aus gesehen ist Afrika ein Faszinosum. Aber warum spiegelt sich diese Begeisterung nicht zwingend in Freundlichkeit gegenüber Afrikanern wieder? Ein poetischer Aufruf eurozentrische Gewissheiten zu hinterfragen!

M'baghati/Kenia I 1914 bosætter Karen Blixen sig i Britisk-�?stafrika, hvor hun driver en kaffeplantage, gifter sig med Bror von Blixen-Finecke, der sidenhen bliver til en samvittig– hedsløs storvildtjæger, hun lever sin store kærlighed til den monomaniske Denys Finch Hatton, indtil han omkommer i en flyulukke, og finder en trofast fælle i Farah Aden – en slags alter ego, som gør hende meget fortrolig med Afrika. Hun bliver her i 17 år, udvikler en stor hengivenhed for dette kontinent, beundrer masaierne, Kikuyu, Somali, og kan så alligevel aldrig helt lade være med at se tingene med en turists øjne. I 1931 må Karen Blixen opgive sin farm, som er økonomisk kørt ned, og har ikke andet end sine minder med sig, da hun vender hjem til Danmark. Det er ud fra disse erindringer, hun skriver sin kendte bog i 1937.

I Jenseits von Afrika – Min afrikanske Farm tilnærmer fire skuespillere med rødder i Dan– mark, Tyskland og Ghana sig denne bog, disse erindringer, og gør sig sammen med Karen Blixen deres tanker om Afrika, identitet, sandhed, Gud, frihed, fremmedgjorthed og fortrolig– hed. I overvejelserne om at "Jeg havde en farm i Afrika ved foden af Ngong-bjergene" for– holder de medvirkende sig til foretéelser på grænsen af, hvad der er virkeligt og hvad vi op– fatter som virkeligt. Realitet og romantik tørner sammen og skaber en følelse af ambivalens og forvirring, som gør sig gældende i Europa den dag i dag, idet man herfra betragter Afrika som noget fascinerende – men hvor denne begejstring ikke nødvendigvis kommer til udtryk i form af velvilje i forhold til afrikanerne. Hvorfor er det sådan? En poetisk opfordring til at sætte spørgsmålstegn ved nogle eurocentriske sikre overbevisninger!
Schloss Gottorf
Kreuzstall
Schlossinsel 1
24837 Schleswig
Premiere: Fr. 26. August 2016 um 19.30 Uhr
Sa. 27. August um 19.30 Uhr
Fr. 02. September um 19.30 Uhr
Sa. 03. September um 19.30 Uhr
So. 04. September um 18.00 Uhr
TICKETS >>

Teatret Møllen
Möllepladsen 4
6100 Haderslev / DK
Mi. 07. September um 20.00 Uhr
Do. 08. September um 20.00 Uhr
Fr. 09. September um 20.00 Uhr
TICKETS >>

Stadttheater Rendsburg
Kammerspiele
Hans-Heinrich-Beisenkötterplatz 1
24768 Rendsburg
Sa. 15. Oktober um 19.30 Uhr
So. 30. Oktober um 19.00 Uhr
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Stadttheater Flensburg
Kleine Bühne
Rathausstr.22
24937 Flensburg
Sa. 29. Oktober um 19.30 Uhr
Sa. 19. November um 19.30 Uhr
TICKETS >>

Flensborghus
Norderstr.76
24939 Flensburg
Fr. 14. Oktober um 20.00 Uhr
Fr. 18. November um 20.00 Uhr
TICKETS >>

Abendkasse 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn.
Karten/Infotelefon +49 171 4747 175
Tageskasse Schloss Gottorf
+49 4621 - 813 222
service@schloss-gottorf.de
www.reservix.de
info@theater-factory.de

Jenseits von Afrika – Min afrikanske Farm wird finanziert von KursKultur mit Unterstützung der Partner der Region Sønderjylland-Schleswig, des dänischen Kulturministeriums und des Ministeriums für Justiz, Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein. Dieses Projekt wird gefördert mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.
Kulturfokus >>
Florentine Weihe, Christian Nisslmüller, Guido Bayer (v.L.)
inside bismarck in der Geestlandschule Kropp Die, 15.09.2015
Schüler der Geestlandschule Kropp
Guido Bayer, Florentine Weihe (v.l.)
Christian Nisslmüller
Guido Bayer
Schleswig-holsteinische Landeszeitung 17.08.2015 Jüdisches Museum Rendsburg
Christian Nisslmüller, Gaby Schelle, Prof. Dr. Carnap-Bornheim
Premiere Theater im Kreuzstall Schloss Gottorf
Guido Bayer, Christian Nisslmüller, Florentine Weihe
Kieler Nachrichten vom 08.08.2015
Florentine Weihe, Christian Nisslmüller, Guido Bayer (v.l.)
Foto Henrik Matzen
NDR inside bismarck
NDR.de berichtet über Theater im Kreuzstall inside bismarck

NDR Kultur inside bismarck
Interview NDR, Werner Junge mit Florentine Weihe, Guido Bayer, Christian Nisslmüller und Gaby Schelle vor der Premiere inside bismarck am Fr, 31.Juli 2015
Foto Malzkorn
Alexander Kruuse-Mettin, Roland Peek, Guido Bayer
1864 Tagebuch einer Katastrophe
Presse
Auf die Bühne ist Kriegshorror so erschütternd nicht zu holen. Aber dorthin zu übersetzen, formal gebändigt. Exemplarisch gelang das in Hamburg Luc Perceval. Am Thalia konzentrierte er sich auf ein Spiel der Worte: Theater als Hörbuch aus den Schützengräben von beiden Seiten der "Front", unterlegt mit Krieg meinenden Klängen, Geräuschen, Lärmattacken.
Daran knüpft das Kieler Theater Factory des Wiener Ehepaars Gaby Schelle und Christian Nisslmüller an. Eine Produktion bringen sie jährlich heraus. Statt der Urkatastrophe des industriell betriebenen Massenmordens widmen sie sich dem Deutsch-Dänischen Krieg: "1864 Tagebuch einer Katastrophe".
(...)
Die Factoryaner wirken beispielhaft grenzüberschreitend. Die Uraufführung fand im Rittersaal des Schlosses Sonderborg statt: vis-a-vis dem ehemaligen Schlachtfeld. Derzeit spielen sie im Schleswiger Schloss Gottorf, zu Kriegsbeginn Sitz der dänischen Heeresleitung und am Ende ein Lazarett. Der prunkvoll renovierte Hirschsaal wurde als Aufführungsort von den Künstlern abgelehnt, man zog in den nüchternen Kreuzstall um. Schelle: "Der Raum ist immer unser Bühnenbild."
Und Purismus ihr Stil. Kein Ausstattungsgetue, kein vordergründiges Bebildern, sondern ablenkungsfreie Konzentration auf den Text und das Spiel der Darsteller. (...)

taz, JENS FISCHER, 23.08.2014

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Die Kieler Europaministerin Anke Spoorendonk (SSW). Foto: Carsten Rehder/Archiv
1864 Tagebuch einer Katastrophe in Berlin
04.09.2014 150 JAHRE DüPPEL - der (un)vergessene Krieg

Erinnerungen diesseits und jenseits der Grenze

Schlacht bei Düppel Schlacht bei Düppel www.theater-factory.de

Tausende junger Männer wurden im Jahr 1864 in der Schlacht bei Düppel erschossen, zerfetzt oder erstochen mit dem Bajonett. Dänemark verlor im blutigen Krieg ein Drittel seines Landes und fast die Hälfte seiner Bevölkerung an Preussen und Österreich.

Viele Generationen brauchte es, bis im deutsch-dänischen Grenzland ein konfliktfreies Zusammenleben wieder möglich war. Die Volksabstimmung im Jahr 1920 und die daraus folgende Grenzziehung zwischen Nord- und Südschleswig waren ein erster Schritt. Als im Jahr 1955 die Bonn-Kopenhagen-Erklärungen schliesslich die Anerkennung und Rechte beider Minderheiten im jeweiligen Nachbarland vertraglich besiegelten, war eine Minderheitenpolitik geschaffen, die bis heute als Inspiration und Modell für die einvernehmliche Lösung von Minderheitenfragen in ganz Europa gilt.

Wir laden Sie am 4. September herzlich ein, einige der spannendsten aktuellen Erinnerungsprojekte aus Theater, Literatur, Funk und Fernsehen kennen zu lernen.

mit Ministerin Anke Spoorendonk , dem FACTORY Theater mit seiner szenischen Installation Tagebuch einer Katastrophe, Tom Buk-Swienty (Autor des dänischen Bestsellers Schlachtbank Düppel),Olaf Grunert (ZDF-Redakteur der dänischen Fernsehserie 1864), der Schülerin Kathrine Petersen und Ernst Christ (NDR 1 Welle Nord)

Anmeldelink: http://lv-landsh.de/1864
Foto Malzkorn
Guido Bayer (Hans Castorp), Esther Barth (Clawdia Chauchat)
der zauber/berg
von Thomas Mann
Stadthalle Neumünster
Fr, 07.11.2014 um 20.00 Uhr


Theater Itzehoe
So, 09.11.2014 um 20.00 Uhr
Die szenische Installation des Romans "Der Zauberberg" von Thomas Mann faszinierte 350 Zuschauer im Theater in der Stadthalle. (...)

Bei Thomas Mann atmet "Der Zauberberg" ganz die Atmosphäre der Vorkriegsjahre, in der Theaterfassung "der zauber/berg" wurden vor allem zeitlos-aktuelle Grundthemen deutlich. Gut so!

Holsteinischer Courier, Karin Hartmann, 10.11.2014


...dieses wunderbare und sprachlich genau agierende Ensemble.
Kieler Nachrichten, 20.08.2013
(...) Bedrückend, aber auch manchmal mit bissigem Humor ins Komödiantische gezogen, entwickelte sich die Handlung, die 1907 in einem Lungen-Sanatorium in Davos (Schweiz) spielt, zu einem dramaturgischen Meisterwerk (...)

Zu Recht gab es für das Ensemble Bravo-Rufe und frenetischen Applaus.
kol, Kieler Nachrichten, 02.09.2013
CD MusikHörbuch the Chopin project
Sprecher: Christian Nisslmüller (Frederic Chopin)
Tatjana Velimirov (George Sand)

Dora Deliyska, Klavier
Seeli & Keeli Toivio, Cello und Klavier

Aufnahme April 2011 in Wien
Tonstudio TONAL audiophile productions
© FACTORY Theater Produktionen e.V.
Gesamtspielzeit 65:27 min.

€ 10,00 + Versandkosten

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Interview Gaby Schelle
LORA Radio München 11. Mai 2012
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