Jenseits von Afrika - Min afrikanske Farm mit Christian Nisslmüller, Thomas Jacob Clausen, Charity Laufer, Anne Reumert (v.l.)
Jenseits von Afrika - Min afrikanske Farm
VON THOMAS RICHTER
SCHLESWIG.

.... Dem Kern der Geschichte um die Dänin Karen Blixen, die sich vor über 100 Jahren auf einer Kaffeeplantage in Afrika niederließ, allerdings kommt die Inszenierung des Factory Theaters, die am Wochenende unter dem Titel Jenseits von Afrika – Min afrikanske Farm im Kreuzstall in Schloss Gottorf Premiere hatte, wohl wesentlich näher...

... Die durchdachte Nüchternheit, mit der Regisseurin Gaby Schelle und Dramaturg Andrè Becker den weltberühmten Stoff bearbeiteten, und ganz bewusst als künstlerische Antithese zum Hollywood-Kassenschlager anlegten, ist frappierend. ...

... Der Tradition des Factory Theaters verpflichtet, kommt die Produktion ohne Requisiten, nur mit ein paar Stühlen und großartigen Schauspielern aus, und setzt der Breitwand-Ästhetik Hollywoods damit ganz bewusst eine europäische (dänische) Sichtweise entgegen...


... Diese Perspektive, der Eurozentrismus, den nicht nur die Inszenierung, sondern auch das Programmheft eingehend beleuchtet, bildet das Rückgrat des Abends. So erscheinen sämtliche Dialoge per Video-Stream auf einer Leinwand in dänischer Sprache. Damit ist klar, Karen Blixen ist eine Europäerin, die in einem fremden Afrika ihr Glück suchte und nicht fand...

... Und dessen Umsetzung funktioniert auf der großen Leinwand ebenso wie auf der nackten Bühne in Schloss Gottorf. Ein großer Stoff eben...

2 Weitere Vorstellungen: Schloss Gottorf, Kreuzstall, Fr. 2. 9., 19.30 Uhr; Sa. 3. 9., 19.30 Uhr; So. 4. 9., 18 Uhr. Weitere Termine (auch in Dänemark) und Infos: www.theater-factory.de

Kieler Nachrichten 30.08.2016
VON ANGELA JENSEN
SCHLESWIG

... fantastisches Kopfkino!

Die Zuschauer honorieren die eindrucksvollen Leistungen der vier Schauspieler mit lang anhaltendem Applaus.

Kulturfokus 29.08.2016
inside bismarck
Florentine Weihe, Christian Nisslmüller, Guido Bayer (v.l.)
Foto Matzen
inside bismarck
Leichtfuss und Staatsmann
Das FACTORY Theater gastierte mit inside bismarck auf Schloss Gottorf

" ... Mit erfrischender Natürlichkeit oszilliert Florentine Weihe zwischen Vergangenheit und Gegenwart, wo Guido Bayer und Christian Nisslmüller dem jungen und dem in die Jahre gekommenen Bismarck höchst unterschiedliche Gestalt verleihen."

"...Verdienten Applaus gab es zur Premiere im Kreuzstall in Schloss Gottorf für die neue Produktion des FACTORY Theaters."

" ... Ein interessanter Abend.

Kieler Nachrichten, Sabine Tholund 08.08.2015
Ein neuer Blick auf Bismarck
FACTORY Theater gastierte im Jüdischen Museum Rendsburg. Grosses Können und schlechte Akustik.

"Schauspielerisch und von der Textmenge her in jeder Hinsicht ausserordentlich war das Können und der Einsatz der Akteure."

"... Gelungen Gaby Schelles Idee sie mit einem doppelten Bismarck umzusetzen."

" ... Christian Nisslmüller als alter Bismarck benötigte dazu nicht einmal den Bart des alten Reichskanzlers, er verkörperte allein durch seine Haltung und gewaltige Stimme ohne Bart und Glatze die starke Persönlichkeit."

Landeszeitung, Frank, 17.08.2015
der zauber/berg
Guido Bayer, Esther Barth (v.l.)
Foto Malzkorn
der zauber/berg
Holsteinischer Courier 10.11.2014
Aufführung liess Spielraum für eigene Gedanken

Szenische Installation des Romans Der Zauberberg von Thomas Mann faszinierte 350 Zuschauer im Theater in der Stadthalle

" ... Der szenischen Installation, gut unterstützt durch Musik, Kostüme und Licht, lauschten 350 Zuschauer, die nach 100 Minuten zustimmend applaudierten."

"... Bei Thomas Mann atmet der Zauberberg ganz die Atmosphäre der Vorkriegsjahre. In der Theaterfassung der zauber/berg wurden vor allem zeitlos-aktuelle Grundthemen deutlich. Gut so!"

Holsteinischer Courier, Katrin Hartmann, 09.11.2014
Foto Timo Battefeld
Guido Bayer, Undine Schmiedl, Roland Peek
1864 Tagebuch einer Katastrophe in Berlin
04.09.2014 150 JAHRE DüPPEL - der (un)vergessene Krieg

Erinnerungen diesseits und jenseits der Grenze

Schlacht bei Düppel Schlacht bei Düppel www.theater-factory.de

Tausende junger Männer wurden im Jahr 1864 in der Schlacht bei Düppel erschossen, zerfetzt oder erstochen mit dem Bajonett. Dänemark verlor im blutigen Krieg ein Drittel seines Landes und fast die Hälfte seiner Bevölkerung an Preussen und Österreich.

Viele Generationen brauchte es, bis im deutsch-dänischen Grenzland ein konfliktfreies Zusammenleben wieder möglich war. Die Volksabstimmung im Jahr 1920 und die daraus folgende Grenzziehung zwischen Nord- und Südschleswig waren ein erster Schritt. Als im Jahr 1955 die Bonn-Kopenhagen-Erklärungen schliesslich die Anerkennung und Rechte beider Minderheiten im jeweiligen Nachbarland vertraglich besiegelten, war eine Minderheitenpolitik geschaffen, die bis heute als Inspiration und Modell für die einvernehmliche Lösung von Minderheitenfragen in ganz Europa gilt.

Wir laden Sie am 4. September herzlich ein, einige der spannendsten aktuellen Erinnerungsprojekte aus Theater, Literatur, Funk und Fernsehen kennen zu lernen.

mit Ministerin Anke Spoorendonk , dem FACTORY Theater mit seiner szenischen Installation Tagebuch einer Katastrophe, Tom Buk-Swienty (Autor des dänischen Bestsellers Schlachtbank Düppel),Olaf Grunert (ZDF-Redakteur der dänischen Fernsehserie 1864), der Schülerin Kathrine Petersen und Ernst Christ (NDR 1 Welle Nord)

Anmeldelink: http://lv-landsh.de/1864
Die Kieler Europaministerin Anke Spoorendonk (SSW). Foto: Carsten Rehder/Archiv
Schlacht bei Düppel erreicht Berlin
Geschichte
Schlacht bei Düppel Thema in Berlin

Von Deutsche Presse-Agentur dpa |
25.08.2014 13:46 Uhr

Das Düppel-Gedenkjahr erreicht Berlin: In der Landesvertretung Schleswig-Holstein werden am 4. September mehrere Erinnerungsprojekte anlässlich des 150. Jahrestags der Schlacht an den Düppeler Schanzen vorgestellt.

Berlin. So ist neben der Kieler Europaministerin Anke Spoorendonk (SSW) Redakteur Olaf Grunert dabei, beim ZDF zuständig für die dänische Serie "1864", die eine Koproduktion von vier Ländern ist. Für Dänemark ist der Achtteiler, der im Herbst im dänischen Fernsehen gezeigt werden soll, die teuerste Serie aller Zeiten. 2015 können dann auch die deutschen Zuschauer die historische Reihe verfolgen, in der es neben dem Deutsch-Dänischen Krieg 1864 um eine Dreiecks-Liebesgeschichte geht.

Lose angelehnt ist die Serie an Werke des dänischen Autors Tom Buk-Swienty, der das Sachbuch "Schlachtbank Düppel" verfasste. Auch er ist in Berlin mit dabei, ebenso wie das Kieler Factory Theater, das mit der szenischen Installation "Tagebuch einer Katastrophe" an den Krieg von 1864 erinnert.

dpa
Spielen die Darsteller von Soldaten im deutsch-dänischen Krieg: (von links) Guido Bayer, Undine Schmiedl, Alexander Kruuse-Mettin und Roland Peek Foto Malzkorn
Am Ende sind sie alle gleich in ihrer Angst
Kieler Nachrichten 25.08.2014
FACTORY Theater zeigt die szenische Installation "Tagebuch einer Katastrophe" auf der Gottorfer Schlossinsel als Spiel im Spiel

von Sabine Tholund

Schleswig. Der Weg von Kiel nach Schleswig führt vorbei an der Abfahrt zum Dannewerk, zentraler Schauplatz des deutsch-dänischen Krieges. Wie das Schloss vor Sonderburg steht Schloss Gottorf im direkten Bezug zu den Ereignissen von 1864. Das Factory Theater nutzt in seiner Produktion Tagebuch einer Katastrophe beide Orte für eine zweisprachige szenische Installation, die das Thema auf berührende Weise bearbeitet. Nach vier Aufführungen in Dänemark ist das Team um Regisseurin Gaby Schelle jetzt auf der Schlossinsel zu Gast und traf auf der Premiere am Freitag auf ein sichtlich beeindrucktes Publikum. Die geschickt arrangierte Szenenfolge zeigt ein Spiel im Spiel. Ein paar Hocker und eine effektvolle Lichtregie markieren die provisorische Bühne im Kreuzstall - man probt ein Stück über den deutsch-dänischen Krieg. Die Regieassisstentin schleppt schwere Soldatenmäntel und Stiefel heran, die Schauspieler und der Regisseur trudeln ein, die Atmosphäre ist flapsig und entspannt. Gegenseitig vergegenwärtigt man sich die Spielsituation und gibt dem Publikum ganz nebenbei eine historische Eintührung, bis der Regisseur mit einem knappen "Bitte!" die Probe einleitet.
Lichtwechsel. Ein dänischer Soldat steht an der Front einem preussischen und einem holsteinischen Soldaten gegenüber. Der Däne liest einen Brief von seiner Frau, die von Entbehrungen und Kälte schreibt. Und der Sorge um ihren Mann, der im Schützengraben vor den Düppeler Schanzen ausharrt. Irgendwann werden der Däne und der Holsteiner aufeinander zugehen, sich auf Hockern wie auf einer Ahnöhe balancierend austauschen über karge Kost und wirksame Waffen, wird der Preusse seinen Kameraden wegen Fraternisierend beschimpfen und der Däne eine flammende Rede für die dänische Sache halten. Von den Gräueln der Schlacht berichten sie auch - tonlos, ungläubig angesichts von Leichenbergen und Verstümmelungen.
Mehrfach unterbricht der Regisseur (Christian Nisslmüller) das Spiel, Nuancen werden nachjustiert und die Schauspieler finden Zeit, Parallelen zu den aktuellen Krisenherden zu ziehen: Ukraine, Syrien - Krieg stirbt nicht aus. Dazu verliest die Assistentin, die später mit Leichtigkeit in die Rolle eines schwedischen Soldaten schlüpfen wird (Undine Schmiedl), Tagebuchaufzeichnungen von Hans-Christian Andersen, die von der Not der Soldaten künden und eine dichte, authentische Atmosphäre schaffen. Roland Peek, Guido Bayer und Alexander Kruuse-Mettin gelingt es im Handumdrehen, aufs Neue in ihre Figuren einzutauchen. Ob Feingeist, Prahlhans oder glühender Patriot - am Ende sind sie alle gleich in ihrer Angst vor der menschenverachtenden Kriegsmaschinerie. Souverän wechselt so das Spiel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Historie und einer tagesaktuellen Politik, die wenig aus der Geschichte gelernt zu haben scheint. Heimfahrt vorbei am Dannewerk mit sehr gemischten Gefühlen.

Kieler Nachrichten, 25.08.2014

Gottorf, Kreuzstall. Aufführungen am Do, Sa (19.30 Uhr) und So (12Uhr)
Foto Stefan Malzkorn
Alexander Kruuse-Mettin, Roland Peek, Guido Bayer
Deutsch-dänische Textschlacht
taz 23.08.2014
Deutsch-dänische Textschlacht
GESCHICHTSTHEATER Das Kieler Theater Factory widmet sich in "1864 Tagebuch einer Katastrophe" im Schloss Gottorf der entscheidenden Schlacht des Deutsch-Dänischen Krieges. Statt Bühnen-Gemetzel inszeniert es ein Stück im Stück
Zum Popcorn schmecken blutbrodelnde Filme über Sieger und Verlierer in der Kampfsportart Krieg, auch Computerspiele nutzen militärische Gräuel als Szenario für spannendes Entertainment. Mit "14-18" kam im belgischen Mechelen ein Musical über die Westfront des 1. Weltkriegs zur Uraufführung. Und wenn in Shakespeare-Stücken Killerkommandos losmetzeln, veralbern Theatermacher das gern mal als Comic-Splatter-Trash.
Andererseits strebt Kunst danach, drastisch konkret zu zeigen, was Krieg mit Menschen macht und möchte für das Event der archaischen Schlachtarien mehr als nur intellektuell empfänglich machen. Alptraumgefahr! Auf die Bu*hne ist Kriegshorror so erschütternd nicht zu holen. Aber dorthin zu übersetzen, formal gebändigt. Exemplarisch gelang das in Hamburg Luc Perceval. Am Thalia konzentrierte er sich auf ein Spiel der Worte: Theater als Hörbuch aus den Schützengräben von beiden Seiten der "Front", unterlegt mit Krieg meinenden Klängen, Geräuschen, Lärmattacken.
Daran knüpft das Kieler Theater Factory des Wiener Ehepaars Gaby Schelle und Christian Nisslmüller an. Eine Produktion bringen sie jährlich heraus. Statt der Urkatastrophe des industriell betriebenen Massenmordens widmen sie sich dem Deutsch-Dänischen Krieg: "1864 Tagebuch einer Katastrophe".
Auch die bisher aufwendigste dänische TV-Serie ist diesem historischen Trauma gewidmet, zum 150. Jahrestag kam die Königin zur Gedenkfeier. In Norddeutschland aber sei dieser Krieg völlig vergessen, hat Schelle beobachtet. Der junge Otto von Bismarck, Kriegsminister Preussens, war der bis Altona reichende Einfluss des dänischen Königs suspekt. Er überredete Österreich, die Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg endgültig den Skandinaviern zu enteignen. 8.000 Tote später hatten die Grossmächte gesiegt. Dänemark ist seither winzig, Deutschland begann, mächtiger Nationalstaat zu werden.
Entscheidend war die Erstürmung der Düppeler Schanzen, auf der Festungsanlage folgte am 18. April 1864 ein bestialisches Gemetzel. Um die Unmöglichkeit zu zeigen, das darzustellen, inszeniert Schelle ein Stück im Stück. Erst mal ein Historienkammerspiel über einen dänischen und preussischen Soldaten, die sich im Niemandsland zwischen den Fronten treffen, austauschen, anfreunden. Andererseits mit ihren Kameraden das Warten, angstgeladene Spannung, Verstörung vor der Schlacht erleben.
Die fünf Mimen spielen nun Theatermacher, die das inszenieren wollen. Stück 2 bietet dabei humorvollen Probebühnen-Realismus. "Michael Frayns ,Der nackte Wahnsinn' ist unser Vorbild", erklärt Schelle. Und doch wird es ernst, wenn politische Zusammenhänge hinterfragt werden und Diskussionen über die Aktualität des Stoffes aufflammen: Irak, Syrien, Palästina. "In der Ostukraine tobt ein ähnlicher Bruderkrieg wie in unserem Stück." Die Factoryaner wirken beispielhaft grenzüberschreitend. Die Uraufführung fand im Rittersaal des Schlosses Sonderborg statt: vis-a-vis dem ehemaligen Schlachtfeld. Derzeit spielen sie im Schleswiger Schloss Gottorf, zu Kriegsbeginn Sitz der dänischen Heeresleitung und am Ende ein Lazarett. Der prunkvoll renovierte Hirschsaal wurde als Aufführungsort von den Künstlern abgelehnt, man zog in den nüchternen Kreuzstall um. Schelle: "Der Raum ist immer unser Bühnenbild."
Und Purismus ihr Stil. Kein Ausstattungsgetue, kein vordergründiges Bebildern, sondern ablenkungsfreie Konzentration auf den Text und das Spiel der Darsteller. Schelle hat aus Briefen, Tagebüchern von Opfern und ihren Angehörigen sowie historischen Aufzeichnungen, Notizen Hans Christian Andersens und Zitaten aus Tom Buk-Swientys Sachbuch "Schlachtbank Düppel" einen Text collagiert, der "berührend" erzählt, gerufen, geschrien werde - wie in der Rezension der dänischen Lokalzeitung Jydske Vestkysten zu lesen ist. Eine Textschlacht also - in deutsch-dänischer Originalfassung mit Übertiteln. JENS FISCHER
Sa, 23. 8., Do, 28. 8., Sa, 30. 8., je 19.30 Uhr und So, 31. 8., 12 Uhr, Schloss Gottorf
Foto Timo Battefeld
Guido Bayer (als Schatten), Roland Peek
Der 1864-Schatten im Rittersaal
JydskeVestkysten, 15.8.2014

Der 1864-Schatten im Rittersaal

Theater: Das Kieler Factory Theater spielte Mittwoch Abend das Stück "Tagebuch einer Katastrophe" im Rittersaal auf Schloss Sonderburg.

Von Katrine Lund Walsted
klw@jv.dk

Sonderburg: Ein preußischer und ein dänischer Soldat, beide Vorposten, schleichend, treffen sich, reden über schlechtes Essen, kalte Uniformen und die Angst vor dem Tod. "Hast Du schon mal ein Schlachtfeld gesehen?", fragt der dänische Soldat. "Es war vor dem Dannewerk, es war kalt, aber in einem unheimlichen Licht sah man Leichen und Pferde auf der weissen Schneedecke liegen", antwortet der preussische Soldat. Die zwei Soldaten sitzen still, tief berührt von ihren Gedanken über Tod, Entbehrung und Krieg.

Anlässlich der 150 Jahre des Krieges 1864 hat das Factory Theater das Stück "Tagebuch einer Katastrophe" in Szene gesetzt: vier Schauspieler und ein Regisseur, die ein Stück über den Krieg 1864 proben. Das tun sie mit Humor und tiefem Ernst, grenzend zu tiefer Tragik. Kann ein Stück über den Krieg 1864 lustig sein? Ja, es kann, wenn die Probe an sich lustig ist. Der seltsame, nachdenkliche Regisseur schafft lustige Situationen für die Schauspieler, wenn er lange sitzt und ohne ein Wort zu sagen denkt. Oder wenn er: "Kurze Pause!" ruft, aus der Tür stürzt, und die Schauspieler sich darüber wundern. Das Stück erzählt Aktuelles über die Zeit Februar-April 1864 und gibt somit einen guten Einblick in dem, was geschah. Aber was wichtiger ist, das Stück versucht, die Geschichte aus der Sicht der dänischen und deutschen Soldaten zu erzählen. Im Kern: der Preusse und Däne, beide Vorposten, die sich mehrmals treffen und sich jedesmal Geschichten erzählen, über Dinge wie u.a. Essen reden, gegenseitig Trost suchend, alles endend am 18. April, wo die vier Schauspieler, die vier Soldaten, sehr dramatisch über die letzte Schlacht erzählen, rufen und schreien.
Nur leider 30 sahen sich das Stück an, ein berührendes Stück, aber die vier Schauspieler spielten, als wäre der Rittersaal gefüllt gewesen, und die wenigen Zuschauer quittierten mit einem langanhaltenden Beifall.


Tagebuch einer Katastrophe Mittwoch und zweimal Donnerstag gespielt und ein letztes Mal Freitag, 11.00 Uhr auf Schloss Sonderburg
Gespielt wird auch am 22.8., 23.8., 28.8. und 30.8. auf Schloss Gottorf, alle Tage 19.30 Uhr und am 31.8. 12.00 Uhr.
Tickets unter Tageskasse Schloss Gottorf 04621 - 813 222
www.reservix.de a' 140 Kr. oder 19,- € / erm. 12,- €
Krieg auf der Bühne: Szene mit (v.l.) Roland Peek, Alexander Kruuse-Mettin, Christian Nisslmüller, Undine Schmiedl
Foto isa
Krieg auf der Bühne: 1864 Tagebuch einer Katastrophe
Foto Malzkorn
Guido Bayer, Esther Barth
der zauber/berg
Im Sog der Todgeweihten
Premiere in Gottorf: Factory Theater mit Bühnenfassung des "Zauberbergs"

...Eigentlich will Hans Castorp, der angehende Ingenieur aus arrivierter Hamburger Kaufmannsfamilie (Guido Bayer überzeugt als "eingebildeter Kranker" zwischen Naivität, jugendlicher Schwärmerei und bürgerlicher Ignoranz), nur seinen Vetter Joachim Ziemßen auf dem Lungen-Sanatorium Berghof in Davos besuchen (trotz einer beeindruckenden Statur zeigt Marcus Just genau die Verletzlichkeit seiner Figur). Aus den geplanten drei Wochen werden sieben Jahre, in denen sich Castorp dem Sog dieser geisterhaften Gesellschaft von Todgeweihten hingibt. Ihm begegnet der wortgewandte Intellektuelle Lodovico Settembrini, der sich seiner "Erziehung" annimmt (brilliant: Christian Nisslmüller) und verliebt sich in die mysteriöse Russin Clawdia Chauchat (versiert mischt Esther Barth aristokratische Strenge mit mädchenhafter Unsicherheit). In der Doppelrolle von Oberaufseherin und Chefärztin schließlich vervollständigt Jasmin Buterfas dieses wunderbare und sprachlich genau agierende Ensemble.

Gbay Schelle (Regie) und Elisabeth Moll (Konzeption) haben die Gemeinschaftsproduktion des Kieler Factory Theater Produktionen e.V. mit dem Hamburger Sprechwerk wirkungssicher für bühnenlose Spielorte wie den Kreuzstall inszeniert. Den durchaus vorhandenen Sichtproblemen begegnen sie mit häufigen Positionswechseln der Figuren im gesamten Raum. Der gelegentliche Einsatz von Mikrophonen und die mit ätherisch oszilierenden Klängen ausgestaltete Sound-Installation von Peter Matrai verstärkt die träumerisch-beklemmende Atmosphäre. Man fühlt sich hier tatsächlich mit Hans Castorp "der Welt abhandengekommen"....Die Regie indes verlässt sich klug auf die Wirkung des Textes und widersteht der Versuchung, ihn mit irgendwelchen theatralischen Gimmicks vordergründig zu bebildern."

Thomas Richter
Kieler Nachrichten, 20.08.2013


Auf Tuchfühlung mit Thomas Manns Zauberberg

"...Es waren das große schauspielerische Können von Guido Bayer als Hans Castorp, Marcus Just als Joachim Ziemßen, Christian Nisslmüller als italienischer Patient Lodovico Settembrini, Esther Barth als Clawdia Chauchat und Jasmin Buterfas in der Rolle der strengen, abgeklärten Sanatoriumsleiterin, die die Bücherei zum Sanatorium werden ließ. ...Das Publikum reagierte begeistert..."
Susanne Wittorf
Holsteinischer Courier, 2.09.2013


90 Minuten Der Zauberberg im Literaturcafe Einfeld
Inszenierung der Kieler Theater Factory mit frenetischen Applaus belohnt
Die Inszenierung "der zauber/berg" erntete im Einfelder Literaturcafe begeisterte Bravo-Rufe.

...Bedrückend, aber auch manchmal mit bissigem Humor ins Komödiantische gezogen, entwickelte sich die Handlung, die 1907 in einem Lungen-Sanatorium in Davos (Schweiz) spielt, zu einem dramaturgischen Meisterwerk.

...Mit vielen Facetten gestaltete Guido Bayer seine Rolle als naiver, angehender Ingenieur Hans Castorp, der eigentlich in dem Sanatorium nur seinen Vetter Joachim Ziemßen (Marcus Just) besuchen will und schließlich sieben Jahre seines Lebens dort verbringt, dabei auf den Intellektuellen Settembrini (brilliant Christian Nisslmüller) stößt, sich nebenbei in die mysteriöse Russin Clawdia Chauchat (Esther Barth) verliebt und von Aufseherin, aber auch Chefärztin (Jasmin Buterfas gestaltete ihre Doppelrolle bemerkenswert) traktiert wird.

Zu Recht gab es für das Ensemble Bravo-Rufe und frenetischen Applaus.

kol
Kieler Nachrichten, 2.09.2013
Godot Hamburg
Man durfte gespannt sein, ob und wie die Bühnenfassung, herausgefiltert aus dem mehrbändigen "Zauberberg" des großen Thomas Mann aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts den Ansprüchen unserer scheinbar verwöhnten Sättigung standhalte. Und tatsächlich, in der Hand der Regisseurin Gaby Schelle bewies sich poetische Dichtigkeit und Kraft, die in soviel moroser Zartheit des tiefgründigen Stoffes verborgen liegt. Man muss nur jede Figur mit einem atmenden Vollwesen, also einem guten Darsteller besetzen können und dann für Takt und Behutsamkeit sorgen, so zeigen sich keine gefühligen Klippen.
Mich hat bei der Premiere dieser ebenso eindrucksvollen wie für den Zuhörer (der hier mehr gefordert wird als der Zuschauer) anstrengenden Fassung das Wissen um Einsamkeit und Minutenglück bewegt, auch wenn ich die grundsätzliche Skepsis der Mann`schen Vorlage heutzutage nicht in ihrer Totalität nachzuvollziehen bereit bin. Denn, dass Liebe sich nur im Tode zu erfüllen vermöge, wir Menschen, die fast ein Jahrhundert nach der Entstehung des Romans leben, dürfen das etwas anders sehen und müssen uns diese depressive These nicht in jedem Moment vor Augen halten. Denn: In den handelnden Menschenfiguren in dieser Bühnenfassung verständlicherweise personaliter aus mehreren jeweils zusammengefügt (die Arztfiguren beispielsweise glänzend komprimiert von Jasmin Buterfas) die großen Urbilder zu ahnen, zu finden und zu würdigen, das macht ja wohl wahre Dichtkunst. Und von solcher Dichtertugend wurde an diesem Abend herrlich viel investiert.
In den Nöten irdischer Existenz: Guido Bayer als früh verwaister, schließlich unrettbar an Leib und Seele erkrankter Hamburger Patriziersohn Hans Castorp, gelingt ein ungemein glaubwürdiger Charakter (bei seiner Darstellung fiel mir das Goethe-Wort ein "Es bildet ein Talent sich in der Stille, sich ein Charakter in dem Strom der Welt"), Esther Barth ähnelt zwar optisch keiner Asiatin, wie Mann sie sehen wollte, aber diese großartige Menschendarstellerin ist herausragend in ihrer poetischen Verlebendigung der Claudia Chauchat. Ihre Besetzung mit dieser zugleich heftigen, zarten, eminent menschlichen und kostbaren weiblichen Rolle erwies sich als vortrefflicher Griff."
Hans-Peter Kurr, 23.08.2013
www.godot-hamburg.de
Gleichmaß vernichtet die Zeit

(...)Gaby Schelle hat im Hamburger Sprechwerk eine szenische Installation eingerichtet, die den Zuschauer Castorps Ankommen am eigenen Leibe miterleben lässt. Erst langsam wird er in die Welt der Abgeschiedenheit und Langeweile hineingezogen. Doch wenn er sich wie Castorp auf die neue Erfahrung einzulassen versteht, kann sie ihre fast magische meditative Wirkung entfalten. Zum Schluss ist man angekommen in der Welt der Liegestühle und hat mitphilosophiert über die Zeit, Ziele, Tod und Leben. Und ist das Theater nicht ebenso eine Parallelwelt wie ein Sanatorium? Eine hoch professionelle Arbeit, die auch durch die geschmackvolle Schlichtheit der schwarz-weißen Bühne, die klare Choreographie der Darsteller und die gekonnte Streichung des Textes fasziniert (...)

Birgit Schmalmack vom 20.9.13
www.hamburgtheater.de
Hesse&Klingsor
Viel Emotionen und Psychoanalyse

Neumünster Der Start für ein Kammerspieltheater der neuen Reihe B/ Freiraum im Theater in der Stadthalle ist gelungen. Wie bei der längst etablierten Kinoühne sassen am Dienstagabend 85 Gäste auf der Bühne und erlebten die Ein.Mann-Show des Schauspielers Christian Nisslmüller (49) vom FACTORY Theater aus Kiel mit dem Titel Hesse&Klingsor.
Literaturnobelpreisträger Hermann Hesse (1877-1962) schrieb die Erählung "Klingsors letzter Sommer" 1910. Inhalt ist der künstlerische Schaffensprozess und die damit verbundeneEnergie, die Entfesselung von Gedanken, Hoffnungen und Ängsten. In der Figur des Malers Klingsor finden sich stark autobiografische Züge Hessen, der sich in dieser Zeit schreibend einer quälenden Selbstanalyse unterzog.
Nisslmüller schlüpft - in kargem Bühnenbild - durch An- und Ablegen des typischen Leinenjacketts und der runden Brille von Hesse oder des Malerkittels von Klingsor in die beiden Rollen. Mit starker Mimik und Gestik und viel Bewegung gelingt es Nisslmüller, die Konfrontation der beiden Figuren mit der Realistät überzeugend darzustellen.: "Die Natur hat mehr als 10000 Farben, und wir haben uns in den Kopf gesetzt, sie mit 20 zu gestalten" resümierte Klingsor.
Reflexionen über die Liebe und Hessen zweite Frau Ruth Wenger, die Klingsor "ganz in rot, brennende Flamme" malen will, waren emotionale Höhepunkte. Und immer wieder diese Melancholie: "Das Leben könnte ertragen werden, wenn es nur einen Schritt nach vorne ginge." Nisslmüller brachte Hesse als Literaten überzeugend auf die Bühne und bekam viel Applaus.
Die Besucherin Ursel Schwarz fand die neue Plattform "ganz toll. Das ist Klasse, dass wir jetzt so etwas in Neumünster haben", meinte sie. Auch Jesko Vorberg (17) gefiel es gut. Hesse sei interessant: "Das passt zur Jugend, die auch ständig Wandel erlebt und Vergleiche zieht." Sünne Höhn vom Kulturüro, die "Freiraum" ins Leben rief, war ebenfalls voll zufrieden:"Ein ganz toller Anfang. herrlich, wie mit wenig Mitteln eine ganz schwarze Bühne mit Phantasie und Leben erfüllt wurde. Das ist ein besonderes Podium für besondere Literatur.
mz
der zauber/berg
Kieler Nachrichten, 20.08.2013
West-Östlicher Divan
Wie Sonne und Mond
Goethe ist ein Atheist in der Wissenschaft und ein Heide in der Kunst. Vermeintliche Religionsgrenzen halten ihn bei seinem Drang nach Erkenntnis nicht auf. Die Grenzüberschreitung zwischen Okzident und Orient fasziniert ihn. Auf seinen Reisen von Weimar bis nach Italien versucht er der Poesie auch im Koran nachzuspüren. Wie weit ist Bagdad? Für Goethe schmilzt die Entfernung in der Dichtung seines Zwillingsbruders Hafis zusammen. Im West-Östlichen Divan verdichtet er seine neuen Erkenntnisse, die ihm die literarische Begegnungen verschaffen. Speziell die Liebeslyrik wird zu einem Spiegelbild seiner tatsächlichen Begegnungen mit Marianne. Wie Satelliten umkreisen sich Mann und Frau mit den ausgeliehenen und angeeigneten Worten der west-östlichen Dichtkunst. Sie nähern sich durch die Schönheit der Sprache an und halten sich durch ihre Abstraktion auf Abstand. Unter der Regie von Gaby Schelle, die auch die kluge Textfassung erstellt hat, werden Konstanze Ullmer und Guido Bayer zu Marianne und Goethe, zu Liebender und Geliebtem, zu Wortspielern und zu wunderbaren Interpreten von Versen aus dem Divan. Die Factory Theaterproduktionen zeigten im Hamburger Sprechwerk eine hochkonzentrierte, zarte und kraftvolle Spracharbeit, die das Suchen nach Sinn, Gefühl und Verstehen eindrucksvoll des menschlichen Geistes verdeutlichte.
Birgit Schmalmack vom 6.8.12
West-Östlicher Divan, Hamburger Sprechwerk

Goethe im Schwimmbad, ein Glücksfall
"...Der Spielort ist in seiner nüchternen Expressivität ein Hauptgewinn....auf der Bühne im 3.50 tiefen Becken agieren die Schauspieler wie unter einem Brennglas, ihre Körper gedoppelt durch die eigenen Schatten"
Kieler Nachrichten, Sabine Tholund, 15.08.2011

Hingabe, Poesie und Orient
" ...erschafft das Duo eine fremdartige Welt und präsentiert über eine Stunde lang einen unglaublichen "Verseperlenschatz". Hochkonzentriert lauscht das Publikum dem wortgewaltigen Fluss verschnörkelter und tiefgehender Gedanken, verfolgt die Begegnung des Dichters mit dem Koran...und man konnte eine Stecknadel fallen hören. Einen aussergewöhnlichen Abend erlebten gut 100 Literaturcafe Einfeld-Gäste...Das Publikum war völlig fasziniert und applaudierte heftig."
Holsteinischer Kurier, Vaquette, 10.10.2011

Meisterlich auf den Punkt gebracht
Szenische Reise in die Zeit Goethes
" ....Guido Bayer gab einen mehr als zerrütteten Goethe, gestresst vom anstrengenden Reisen mit der Kutsche quer durch die deutschen Lande sinniert er über die philosophischen Texte des persischen Dichters Hafis. Im Dialog mit Konstanze Ullmer, die zunächst die Stimme Hafis ist entstanden tiefschürfende Gedankendialoge..Fazit: Meisterlich gespielt und dramaturgisch von Regisseurin Gaby Schelle auf den Punkt gebracht..."
Kieler Nachrichten, kol 10.10.2011
the Chopin project
Im Galopp durch zehn Jahre Beziehungskrise
Trotzdem eine runde Sache: "The Chopin Project"
"...Auf der Grundlage von fiktiven und überlieferten Texten lässt Gaby Schelle die komplizierte Beziehung des Promi-Paares Revue passieren. The Chopin Project nennt die Theaterautorin und Regisseurin ihre szenische Installation, die in sechs historischen Gebäuden des Landes aufgeführt wird - zweite Spielstätte nach der gut besuchten Premiere im Kreuzstall von Schloss Gottorf ist die Kieler Kunsthalle.
...Ist sie überhaupt eine Frau?" fragt Chopin nach der ersten Begegnung. Er hat eine gescheiterte Beziehung hinter sich und befindet sich in einer Lebenskrise. Mit Zylinder und schwarzem Gehrock ganz im Stil des 19. Jahrhunderts gekleidet, tigert Christian Nisslmüller durch die Gänge des Kreuzstalls. Abschätzig schaut dieser Chopin, dessen schwindsüchtiges Hüsteln seinen fragilen Gesundheitszustand andeutet, auf die Frau, deren emanzipiertes Auftreten ihre französischen Landsleute erschütterte. In einer Hand die Zigarre, in der anderen ein Stift, den sie über die Seiten ihres Notizbüchleins flitzen lässt, sitzt Tatjana Velimirov auf einem der beiden Stühle, die als Bühnenbild genügen.
Statt in den vielzitierten Hosen, mit denen die Adlige ihre Zeitgenossen provozierte, ist sie mit wallendem Rock feminin ausstaffiert - eine attraktive Frau, die aus ihrer Verehrung für den polnischen Musiker keinen Hehl macht.
...Im Galopp lässt Gaby Schelle ihre Protagonisten durch das Auf und Ab einer Liebe preschen, die trotz schwerer Belastungsproben zehn Jahre währen sollte. Dennoch gelingt es, den Figuren ein Profil zu geben, das in den knapp 80 Minuten Spieldauer an Schärfe gewinnt.
Wandlungsfähig zeigt Christian Nisslmüller einen Mann zwischen Fatalismus, weinerlichem Selbstmitleid und aufkeimendem Wahnsinn. Chopins musikalisches Genie spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle. Von wechselnden Launen heimgesucht, macht er seiner Gefährtin, die Velimirov als besorgte, dabei jedoch stets kontrollierte Macherin hinstellt, das Leben schwer. Das Ende der Beziehung kommt abrupt und ist in seiner Knappheit doch schlüssig erzählt. Eine runde Sache."
Kieler Nachrichten, Montag, 9. August 2010, Sabine Tholund
Yes, we Chopin - Theaterprojekt auf Schloss Gottorf
Die Welt, 31.07.2010
Frederic Chopin und George Sand - das Psychogramm einer Liebe
Eine Benefizveranstaltung für Amnesty International im Jagschlösschen
Der Reporter, 06.04.2011
Viel Applaus für eine Künstlerliebe
"Knapp 100 Zuschauer feierten " Das Chopin-Projekt" im ausverkauften Literaturcafe des Fördervereins der Stadtteilbücherei Einfeld....die großartige schauspielerische Leistung und die spannende Inszenierung wurden vom Publikum mit anhaltendem Applaus und Bravo-Rufen bedacht."
Holsteinischer Courier, 12.04.2011, Karen Biguss
"Das Chopin-Projekt" als ergreifendes Psychogramm einer Liebe begeisterte
"...Eindrucksvoll gelang den Darstellern der "Reisebericht" des Paares zur Insel Mallorca. Unwirsche Insulaner, Häuser ohne Glasfenster und schließlich bei bitterer Kälte ausharrend in einer verfallenen Kartause von Valdemossa - die Verzweiflung des Komponisten darüber war hautnah, authentisch und zu Herzen gehend....Fazit: ein intensives und ergreifendes Psychogramm einer Liebe."
Kieler Nachrichten, kol, 11.04.2010
Es war ein intensives, berührendes und hervorragend besetztes Kammerspiel, das am 22. August im Günter Grass - Haus stattfand
"...the Chopin project - Applaus für ein gelungenes Spiel!
Diese neun Jahre gemeinsamen Lebens spielten nun zwei hervorragende Schauspieler, Christian Nisslmüller und Tatjana Velimirov, in brillianten szenarischen Darbietungen nach....Der Applaus war auch dementsprechend begeistert und lang. Man könnte fast sagen, man hätte Chopin und George Sand leibhaftig vor sich..."
Unser Lübeck, 23.08.2010, Erna König
Phädras Schlachten
Monobaltija: The beginning of the End
"The director of the performance Konstanze Ullmer and the author of the concept Elisabeth Moll told the story of Phaedra without indulging to the stylistics of the contemporary German theatre, but found authentic ways.."
...Phaedras Dreams is radical performance, striving for the emotion not with the help of illustrative emotional acting, but through logics of all scenic compoments and text.
....the elements of the context are loosing their importance, because the rules of the game are being changed by the actress....
...the perfect concentration of the actress is more eloquent than tossing around. She`s talking about a woman, whose polyphony of empathies becomes more and more complicated.
...Phaedra`s Dreams reminds of Orestea by Michael Thalheimer, produced in Deutsches Theater Berlin, that was brought to Vilnius in framework of Festival "Sirenos" in 2008. there is no less "blood" in Schelles" acting than in the splashes on the screen."

20.05.2010, Daiva Sabaseviciene
on Int. Festival Kaunas /Lithuania
Zu Gast bei Don Juan
Don Juans Geheiminis
"...Was die Schauspieler Christian Nisslmüller, Monika Pallua und Gaby Schelle da unter der Regie von C.C. Weinberger auf die Bühne gebracht haben, ist ebenso großartig wie spannend..."
SHZ am Sonntag 25.5.2008 Kathrin Emse

Don Juan: Einsam in einer Welt voller Frauen
"...Einem Fächer gleich nutzt sie die Zitate von Molina über Moliere...Herausgekommen ist ein ebenso spannendes wie witzig und schnell inszeniertes Stück (Regie: C.C. Weinberger)....Am Ende eines wunderbaren Theaterabends mit guten Schauspielern (in den Frauenrollen die äusserst wandelbare Monika Pallua und die gekonnt komische Gaby Schelle) bleibt allein ein Gefühl: Viel Unterschied gibt es nicht zwischen Realität und Fiktion"
SHZ am 27.5.2008 Kathrin Emse

Verführer - Platte ohne Sprung
"Zu Gast bei Don Juan nennt Gaby Schelle ihre Theatercollage die am Freitag mit der Theater Factory eine gelungene Premiere im herrlichen Ambiente des frisch renovierten Hirschsaales auf Schloss Gottorf feierte...

Musikalisch begleitet von Marwan Abado, glänzte Christian Nisslmüller in der Rolle des Titelhelden: mal herrisch oder larmoyant, mal gelangweilt mal unwiderstehlich...

In jeder Hinsicht wandlungsfähig, ist Monika Pallua die zutiefst gekränkte, weil von dem treulosen Gatten verlassene Donna Elvira. Später sehen wir sie als unbedarfte Charlotte, als lüsterne Witwe und als Donna Anna... Das "Prinzip Don Juan" ist nicht totzukriegen, lehrt uns das Spiel, in dem Regisseur C.C. Weinberger bei aller Zuspitzung immer wieder schelmische Momente aufblitzen lässt....Ein Verführer in der Zeitschleife - auch das kann die Hölle sein."
KN 26.5.2008 Sabine Tholund
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